Eine Lanze für die Sondertaste

Dem was Anne (Trivial Delight) über den Artikel im Spiegel schreibt kann ich nur zustimmen: nehmt uns nicht die wichtigen Tasten weg!

  • CapsLock: Ok, diese Taste braucht man wirklich selten.
  • NumLock: Spätestens auf Notebooktastaturen, wo die Erstbelegung des Ziffernblocks Tasten wie „U“, „I“ und „Ö“ enthält, kann ich der Umschaltmöglichkeit wieder einen gewissen Sinn abgewinnen.
  • Pause: Wer schon einmal versucht hat, herauszufinden wieviel Speicher der PC wirklich erkannt hat, oder auf welche Adressen das PnP-BIOS eine neue Karte gelegt hat, der wird zu schätzen wissen: mit „Pause“ kann man den Bootprozess vor dem Betriebssystem anhalten, damit man die sonst schnell durchflimmernden Informationsschirme lesen — oder noch die CDs wechseln kann.
  • ScrollLock: Hmmmm.
  • SysReq: Anfrage an das System? Da läßt sich doch was drauflegen (Linux-Kernel-Entwickler benutzen die Taste für genau diese Funktion).
  • PrtScr: Wenn die Bildschirmfotofunktion nicht reicht, dann weiß ich auch nicht.

Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: auf der aktuellen Tastatur fehlen einige Tasten, die die tägliche Arbeit erleichtern könnten:

Ich trauere immernoch der Tastatur auf meiner alten HP-Workstation hinterher (Okok, meine hatte US-Tastenbelegung):

hp9000 Series 700 Keyboard

Mit Tasten zum Löschen bis Zeilenende, neue Zeile einfügen, markieren, Menüsteuerung und was sonst noch alles war sie die Ideale Tastatur für hauptsächlich textbasiertes Arbeiten….
…zugegeben: heute nicht mehr zeitgemäß. Trotzdem fehlen auch in „modernen“ Fenstersystemen noch ein paar Knöpfe auf der Tastatur. Am liebsten wäre mir ein Keyboard wie das Sun Typ5 (Vorteil: Alle PC-Tasten sind noch ungefähr da, wo man sie erwarten würde):

Sun Type5 Keyboard

Da gibt es erstmal eine eigene Taste für Hilfe (Dafür nimmt man jetzt F1, aber woher weiß ich das, wenn ich die Hilfe nicht aufrufen kann?). Dann für Suchen, Öffnen, Rückgängig, Kopieren und Einfügen (nicht zwischen Überschreiben und Dazwischenschreiben umschalten, wie es die heutige „Ins“- bzw. „Einfg“-Taste tut). Das sollte die Anzahl der notwendigen Bewegungen zwischen Maus und Tastatur hin und her reduzieren.
Programmierer (insbesondere EMACS-Benutzer) freuen sich über die getrennt angebrachten Alt- und Meta-Tasten.
Meine Lieblingstaste aus DEC und UNIX-Zeiten ist auch da: „Compose Character“. So schreibt man Sonderzeichen: statt die Tastaturbelegung umzuschalten (und dann zu raten wo sich das Zeichen versteckt), oder es mit der Zeichentabelle umständlich zu suchen, kann man sich seine Zeichen zusammensetzen: Ein isländisches ð bekommt man z.B. mit „Compose“, „d“, „+“ (nacheinander gedrückt), ein schwedisches Ø mit „Compose“, „O“, „/“.
Zur Abrundung haben wir noch Tasten zur Verstellung wichtiger Parameter (Lautstärke / Helligkeit) und zum Ein-/Ausschalten des Rechners (Ok, die haben Notebook-Tastaturen und „Multimedia-USB-Keyboards“ inzwischen auch, aber an der ebenfalls dort oben in der rechten Ecke zu findenden Funktion „Degauss“ (entmagnetieren) aus der Zeit der großen 21-Zoll-Röhrenmonitore kann man erkennen, wieviel früher Sun an diesem Punkt war).

Die Windows-Tasten hingegen, die man nur für einen Zweck richtig gebrauchen kann (nämlich Fenster-E), und die Multimedia-Tasten, mit denen man das eMail-Programm öffnen kann (oder so), die können hingegen meinetwegen wieder verschwinden.

Guten Freunden gibt man … Gastautorenschaft

T2, Kollege und Freund, erlebt im Moment Behördenirsinn, der allein schon den Start eines neuen Blogs lohnen würde. Um die Hürde noch niedrieger zu stellen, und weil ich ohnehin eine Kategorie St. Bürokratius führe, habe ich ihn eingeladen, an dieser Stelle darüber zu berichten. Damit man das von meinen wirren Gedanken unterscheiden kann, lasse ich jetzt den Namen des Autors unter jedem Artikel erscheinen.

Viel Spaß, T2!

Zombified: MC chromosomenkämpft gegen Stöckchentracker

(der Alpha-Beta-Test hat mir diese Überschrift empfohlen). Dort erfuhr ich nämlich:

Alpha Beta Ergebnis

Um diesen Aufstieg möglichst schnell zu schaffen, solltest du dich möglichst genau an diese Regeln halten:

  • Hinterlege Links mit gelber oder rosa Farbe und mach mit 4 Freunden einen Blog über Filme auf.
  • Besuche öfters Festivals und lass deine Leser an deinen Erlebnissen teilhaben.
  • Versehe alle deine Beiträge mit Tags und gehe unvorsichtig mit Ironie um.
  • Stelle täglich ein neues Bild Deiner Fratze ins Netz.
  • Sammel alle Möglichen Dinge in Listen.
  • Stell klar, dass du nicht bloggst und nur ins Internet schreibst.
  • Lege dir einen Shop zu.
  • Das war es schon, mehr musst du nicht tun, um ein Alphablogger zu werden. Ganz einfach, oder?

    Mal sehen, was ich davon realisieren kann, bis dahin bleibe ich wohl eher bei einem der hinteren griechischen Buchstaben (Epsilon-Blogger klingt doch gut, oder). Einen hübschen Knopf habe ich jedenfalls schonmal mitgenommen…
    Potential vorhanden

    Vectra, Häh?

    Heute Nacht im Traum habe ich einen alten Opel Vectra quer durch Süddeutschland überführt, über das ganze berichtete Sebas live in seiner Radioshow (dabei weiß ich garnicht, wie seine Stimme klingt). Was das wohl zu bedeuten hat?

    1414: Auf in den heiligen Krieg

    Der Weltherrscher ruft zum heiligen Krieg. Der Grund: BILD kopiert die Blogausweise, die der Weltherrscher uns, seinen Untertanen, in seiner unendlichen Weisheit beschert hat. Unverschämtheit (und natürlich auch unkreativ, wenn man als zweiter kommt)!

    Wie soll man sich da entziehen? Das geht einfach nicht, da opfere ich mich doch gern, aber erstmal brauche ich natürlich selbst einen Blogausweis:

    Blogausweis #30 1/4

    So, jetzt bin ich Anti-1414-Schläfer und warte auf meine Aktivierung…

    Orakelzeit

    Bei Jens Scholz und auf der Vorspeisenplatte fand ich das „BRAVO-Orakel“: man kann hier heraussuchen, was gerade auf dem BRAVO-Titel war, als man geboren wurde. Andere Leute finden dort einen (möglicherweise inzwischen schon wieder vergessenen) Star, aber bei mir — welche Enttäuschung:

    „2 Riesenposter“ und „NEU: Foto-Love-Story“. Was soll man aus einer so indifferenten Ansammlung folgern? Wahrscheinlich Ausdruck der regelmäßigen Entscheidungsschwäche, die ich immer wieder bei mir beobachte…
    Da greife ich lieber zurück auf die Sammlung, die hier (inzwischen 404) vor ein paar Jahren alle Playmates des Monats zwischen 1953 und 2002 zeigte. Da haben wir für den September 1974 diese junge Dame: